~ Legends of Britannia ~

... frühmittelalterliches Rollenspiel zur Legende um König Arthur
 
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 Der Waldsee

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Guinevere
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PostSubject: Der Waldsee   29.01.07 23:12

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Isolde

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PostSubject: Re: Der Waldsee   02.02.07 12:08

Isolde hatte die Zügel ihres Hengstes wieder ganz leicht aufgenommen, als Zeichen, dass es alsbald weiter gehen würde. Nun legte sie ihre Unterschenkel sanft in seine Seite und trabte Arandur an. Ein áuffordernder Blick ging zu Tristan, schließlich wusste Isolde nur die ungefähre Richtung, in der der See lag, sie selbst ritt dort nicht allzuoft hin und wenn nur in Begleitung des Gauklermädchens.
Isolde genoss den Wind, der ihr sanft über das helle Gesicht strich und für einen Moment verlor sie sich in Gedanken. Ja, so langsam gestand sie es sich ein. Ihr langjähriger Freund weckte mehr in ihr, als eigentlich gut war. Isolde lächelte müde, denn sie war sich so Sicher, dass sie hoffnungslos in die Leere laufen würde, wie sie sich sicher war, dass die Sonne Tag für Tag wieder aufging.

"Ich bin durchaus der Ansicht, dass Ihr in der Lage seid Euch zu verteidigen, aber was wäre ich denn für ein Ritter, wenn ich Euch so etwas selbst regeln ließe." Dieser Ausspruch entlockte Isolde nun doch ein herzhaftes Lachen. Sie nahm Arandur zurück und drehte sich zu Tristan. Ihre blauen Augen blitzen, wie sie es immer taten, wenn Isolde lachte. "Ich glaube, man würde es Euch nicht verdenken, immerhin lasst ihr oft die Hilferufe einer holden Maid außer Acht und Gawain oder Lancelot eilen ihr zu Hilfe. Wohl ein Grund, warum jedes Weib, das ich kenne in den höchsten Tönen von den Schürzenjägern spricht." Ihr Lachen war mittlerweile zu einem Kichern verkümmert und Isolde hoffte, Tristan damit nicht zu nahe getreten zu sein. War es doch diese Eigenschaft, die sie an ihm mochte. Er war nicht einer von denen, die gebrochene Herzen sammelten wie Jagdtrophäen. Er lies eine Frau auch einmal ihren eigenen Weg gehen. Dinge, ohne die Isolde eingehen würde.

Während sie sprach, lichtete sich der Wald und der See lag glitzernd im Licht der Sonnenstrahlen, die ihren beschwerlichen Weg durch die Wolken geschafft hatten. Die junge Frau seufzte, wusste nicht, wohin sie ihren Blick wenden sollte. Auf den schönen See oder ihren ebenso schönen Begleiter. Sie war froh, dass Tristan freundlicher Weise ihre törichten Worte ignorierte, ein echter Ritter halt.
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Tristan
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PostSubject: Re: Der Waldsee   02.02.07 12:35

Seinen Wallach antreibend schloss Tristan zu seiner Gefährtin auf um ihr die Richtung vorzugeben. Tief inhalierte er die kühle Waldluft, glücklich darüber Camelot entflohen zu sein und den Tag in so angenehmer Gesellschaft verbringen zu können. Isolde war die einzige Frau, die ihm nicht schon nach einigen Stunden auf die Nerven ging. Selbst mit den anderen Rittern hätte er nicht so gerne seine Zeit verbracht wie mit ihr.

Als Tristan Isoldes helles Lachen vernahm, musste er unwillkürlich wieder Lächeln. Sie war das komplette Gegenteil von ihm: Lebensfroh und extrovertiert. Wenn sie sich in Gesellschaft der anderen Ritter befanden fühlte sie sich wohl, während er nach einer gewissen Zeit am liebsten die Flucht ergreifen würde und vielleicht war genau dieser Part es, der Tristan fehlte - die Frau an seiner Seite, die ihn zum Lachen bringen konnte, es schaffte seine düsteren Gedanken zu verdrängen und durch ihre Lebendigkeit in der Lage war seine Lebensfreude wiederherzustellen. Auf Isoldes Äußerung hin zuckte der Ritter - noch immer lächelnd - nur die Schultern.
"Es mag nicht so ritterlich klingen, aber die Belange fremder Menschen haben mich noch nie interessiert. Lancelot und Gawain haben - denke ich - keine andere Auffassung, was die beiden interessiert ist die Belohnung für ihre Hilfe." Und das war nicht minder oft eine Nacht in der Kammer der betreffenden Maid.
"Allerdings muss ich sagen, das Lancelot in dieser Hinsicht viel ruhiger geworden ist. Das ganze letzte halbe Jahr über haben wir keinerlei Andeutungen in Richtung einer Frau von seiner Seite aus bemerkt. Wir dachten schon, er sei krank."
Ob seiner außergewöhnlichen Beobachtungsgabe war Tristan natürlich aufgefallen, dass das sich sein Waffenbruder erst so aufführte, seitdem Guinevere zu ihnen gestoßen war, doch soetwas hätte er nie ausgesprochen. Nicht einmal Isolde gegenüber, wäre es doch eine schlimme Verleumdung gewesen.

Ihr Kichern tat Tristan gut, löste seine Verbissenheit, wie es der Klang ihrer Stimme jedesmal tat. Als sie nun den See erreichten stieg er vom Pferd und bot Isolde mit einer Geste an, ihr von ihrem Hengst herunterzuhelfen.

"Es erfreut mich außerordentlich, diesen Tag mit Euch verbringen zu dürfen."
Hatte er das jetzt wirklich gesagt? Tristan hätte sich beinahe auf die Zunge gebissen. Sie sollte doch nicht merken, dass er... Nein. Er würde jetzt den Mund halten, nichts hinzufügen, um das Ganze noch offensichtlicher zu machen.
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Isolde

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PostSubject: Re: Der Waldsee   02.02.07 13:11

Isolde hatte sich nach lanmgem Überlegen doch dazu entschlossen, Tristan offen anzusehen. Sie war sich nicht ganz sicher, ob ihr Blick zu viel verriet oder zu wenig, doch das war ihr im Moment egal. Sie genoss einfach nur die Gesellschaft und war mehr als Froh, nicht mit ihren sogenannten Freundinnen auf der Burg umherzugehen und einfach nur nichts zu tun.

Der Ritter bot der jungen Frau die Hand und Isolde musste sich zurückhalten, diese nicht überschwänglich fröhlich zu ergreifen. Langsam legte sie ihre Hand in die seine und atmete tief durch. Jaha, an dieses Gefühl könnte sie sich gewöhnen. Langsam rutschte Isolde vom Pferd herunter, trat beim aufkommen jedoch auf einen Stein und taumelte nach vorne, wo zum Glück Tristan stand, dem sie direkt in die Arme fiel. Schnell sammelte Isolde sich und grinste verlegen. "Verzeihung, wie ungeschickt, ich hätte besser Acht geben sollen." sie löste sich widerwillig und nahm die Zügel Arandurs in die Hände.
bei näherem Hinsehen bemerkte die junge Schottin, dass Tristan schon seit längerer Zeit lächelte. Irgendwie freute sie sich sehr darüber, es bedeutete immerhin, dass er nicht nur aus Höflichkeit gefragt hatte, ob sie ihn begleiten wolle, sondern vielleicht auch ein bisschen aus Interesse an ihrer Gesellschaft. Du benimmst dich wie ein kleines Kind, schalt sich Isolde für ihre ganzen Gedankengänge und ging dann noch einmal auf die Geschichten um die Maiden und Ritter ein.

"Ja, Ihr habt Recht. Das ist mir auch schon aufgefallen und ehrlich gesagt bin ich sehr verwundert darüber. Lancelot wäre wirklich der letzte gewesen, dem ich so lange Enthaltsamkeit zugetraut hätte." Sie legte eine kurze Pause ein, lies ihren Blick über den See und den angrenzenden Wald schweifen und holte dann tief Luft. "Aber vielleicht hat er sein Herz schon längst an eine Frau verschenkt? Ist vielleicht unglücklich verliebt, da die Betreffende seiner Minne kein Gehör entgegen bringt?" Isolde liebet diese kleinen Spekulationen, doch leider hatte sie noch nichjts dahingehendes in Erfahrung bringen können. "Eigentlich kann es mir ja auch egal sein, dann haben die Frauen wenigstens mehr Ruhe." sie lachte. Hatte sie selbst doch noch nie Probleme mit den Rittern gehabt, auch wenn ihr Vater sie immer wieder schalt, sie solle ehrfürchtig sein vor ihnen.

"Es erfreut mich außerordentlich, diesen Tag mit Euch verbringen zu dürfen." Ruckartig verschlug es Isolde alle ihre Gedanken. Sie sah Tristan in die Augen, nebenbei bemerkt in die wohl schönsten, die sie je gesehen hatte und lächelte.
"Glaubt mir, es geht mir nicht anders." sagte sie leise und strich sich erneut eine Strähne aus dem gesicht.
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Tristan
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PostSubject: Re: Der Waldsee   02.02.07 14:07

Auf den kleinen Sturz seiner Begleiterin war Tristan nicht vorbereitet gewesen. Dennoch handelte er geistesgegenwärtig und fing Isolde auf. Als sie so für den Bruchteil einer Sekunde in seinen Armen lag, gingen ihm tausend Gedanken durch den Kopf. Einer überwog. Das war der Gedanke, sie nie mehr loslassen zu wollen. Als sie sich dann doch von ihm löste wirkte er trotz der Mühe seine Gefühle verbergen zu wollen regelrecht enttäuscht, erwiderte aber sogleich lächelnd.
"Keine Sorge. Dafür bin ich doch da."

Während Isolde nun weitersprach nahm er seinem Wallach das Halfter ab und verstaute es in einer Satteltasche. Einen Augenblick lang machte er sich Gedanken. Ob Isoldes Äußerungen stellte er fest, dass Lancelots merkwürdiges Benehmen nicht nur ihm aufgefallen war. Konnte das gefährlich werden? Wenn es sich bei seiner Angebeteten wirklich um die Königin handelte...
Tristan verdrängte diesen Gedanken. Das war nicht sein Problem. Viel lieber wollte er die Zeit mit Isolde genießen, als sich über Dinge den Kopf zu zerbrechen, die ihn nichtmal etwas angingen.
"Nun ja, wer weiß. Eines Tages werden wir es vielleicht erfahren.", er zwinkerte seiner Begleiterin zu und griff ob ihrer letzten Äußerung nach ihrer Hand, um sie mit sich zum See hinunter zu ziehen. Ihre Worte hatten ihm ein klein wenig Sicherheit gegeben, dennoch bemühte er sich, nicht zu aufdringlich zu wirken.
"Keine Sorge, es ist viel zu kalt um hinein zu gehen."
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PostSubject: Re: Der Waldsee   04.02.07 23:43

Beinahe fieberhaft versuchte Isolde ihre Nervosität zu verbergen, wobei das ständige spielen am Innensaum ihres Ärmels wohl nicht sonderlich beitrug. Sie konnte sich einfach nicht entscheiden, ob sie Tristand weiterhin einfach offen ansehen sollte oder lieber, wie es sich wohl anstandshalber mehr gehörte, ihren Blick zu Boden oder generell von ihm abwenden sollte. Isolde entschied sich für Ersteres, war doch der Mann an ihrer Seite ein wahrer Magnet für ihre Blicke.
Nachdem Tristan sagte, sie solle sich keine Sorgen machen, er wäre für solche Fälle doch da, lächelte Isolde breit und nun vollkommen herausfordernd. "Ihr seid also immer für mich da, wenn ich falle?" Es war vielleicht eine übereilte Frage, doch schwebte der jungen Frau in diesem Moment keine konkrete Absicht vor, es war einfach eine prinzipielle Frage.

Die Blondine tat es ihrem Begleiter nach und nahm ihrem hengst die Trense ab, klopfte dem Tier anerkennend auf den Hals und verlies sich auf seine bedingungslose Treue zu ihr.
Kurzzeitig schien wieder etwas unerklärliches in Isoldes Gegenüber vorzugehen. Tristan schwieg, schwieg lange und in seinen Augen lag eine stille Besorgnis, die Isolde allerdings damit abtat, dass es sie eh nichts anginge. Dann hob er wieder die Stimme und meinte, vielleicht würden sie es irgendwann erfahren. Doch dieser Umstand war Isolde momentan egal, sie bekam anscheinend nicht einmal ihr eigenes Leben auf die Reihe und sollte es somit tunlichst vermeiden, sich in anderer leute Leben einzumischen.

Plötzlich spührte Isolde wieder die warme und für einen Ritter ungewöhnlich weiche Hand Tristans die ihre ergreifen. Sie verfluchte sich innerlich für das verzückte Entgleiten ihrer Gesichtszüge in diesem Moment. Langsam aber bestimmt schloss sie ihre schlanken Finger um die große Männerhand und lächelte Tristan von der Seite her an.
"Keine Sorge, es ist viel zu kalt um hinein zu gehen." Isolde schmunzelte spitzbübisch. "Bist du dir da so sicher? Es ist immerhin Mai." Sie war, durch die vertrauliche Situation bekräftigt, zum vertrauteren Du übergegangen. Der Wind war sommerlich warm und Isolde konnte sich nicht vorstellen, dass der See sich noch nicht ein wenig aufgewärmt hatte.
"Oder hast du vielleicht einfach nur Angst?" Sie zog ihre Lederstifel aus, krämpelte die Hosenbeine bis zum Knie hoch und tänzelte wegen der spitzen Steine, Tristan noch immer an der Hand haltend, in Richtung des Wassers.
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Tristan
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PostSubject: Re: Der Waldsee   05.02.07 12:10

Auf Isoldes Frage hin sah der Ritter die junge Frau einen Augenblick lang einfach nur an. Sie wirkte gleichzeitig nervös und selbstsicher, immer noch so faszinierend wie zuvor. Schließlich ergriff Tristan nun doch das Wort, aber auf seinen Lippen lag nun kein Lächeln mehr. Er sah sehr ernst aus.
"Selbstverständlich.", antwortete er ruhig. Wie könnte er sie fallen lassen? Sie, die einzige Frau die in der Lage war ihm zu zeigen, dass er trotz seinem kriegerischen Leben ein Herz hatte.

Als die hübsche Blondine ihre Finger nun um seine Hand schloss lächelte Tristan wieder. Es war ein ganz besonderes Gefühl der Wärme, das ihn durchströmte wenn sie sich berührten. Auf ihre Worte hin bildete sich in seinen markanten Zügen ein Grinsen. Wollte sie es wirklich herausfordern, DA hinein zu gehen? Natürlich, es war Mai. Aber das Wasser dieses Sees hatte auch im Hochsommer nicht mehr als 10 Grad. Als sie nun wirklich Ernst zu machen schien, ihre Stiefel auszog und die Hosenbeine hochkrempelte hob Tristan eine Braue. Er würde da nicht reingehen. Ganz bestimmt nicht. Er folgte ihr skeptisch bis die ersten sachten Wellen seine Schuhe umspielten, blieb dann aber stehen. Er hatte keine Angst, nur keine Lust nass zu werden. Aber das würde sie ihm sowieso nicht glauben. Tat sie das um ihn zu ärgern? Tristan musterte seine Begleitern von der Seite.
"Wenn du da drinnen schwimmst, tu ich es auch. Aber ich warne dich, du wirst dich erkälten."
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Isolde

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PostSubject: Re: Der Waldsee   05.02.07 12:27

Auch Isoldes Züge veränderten sich mit dem erstreben Tristans Lächeln. Sie sah ein wenig besorgt drein und ihre blauen Augen bohrten sich förmlich in die Tristans, um zu erfahren, was in ihm vorging. Wie üblich blieb ihr dies jedoch verwehrt, in seinen Augen konnte sie einfach nicht lesen. Ob seiner klaren und knappen Antwort jedoch, erhellten sich ihre Augen wieder und das gewohnte Lächeln legte sich auf die rosigen Lippen. Sie war nicht zu weit gegangen, zzum Glück.
"Dann ist ja gut, dann kann ich mich ja öfter fallen lassen." Sie zwinkerte ihm zu.

Die junge Frau merkte, dass ihr Begleiter nicht sonderlich begeistert war, von ihrer Idee nun ins Wasser zu gehen. Natürlich war es kalt, und natürlich würde Isolde nicht um alles in der Welt in diesen See streigen, jedenfalls nicht heute, nicht jetzt. Jetzt genoss sie mit jedem Atemzug das wohlioge ud vertraute Gefühl der Geborgenheit in Tridstans Nähe. Isolde spielte mit den Füßen leicht im klaren Wasser des Sees, ihren Begleiter unter keinen Umständen loslassend und sah ihn ob seiner Aussage mit einem leicht unsicheren Lächeln an. "Erkälten will ich mich nicht, dann wäre ich ja gezwungen auf Camelot zu bleiben." Sie schüttelte mit gespielt angewidertem Blick den Kopf. "Außerdem pflegt mich dann ja keiner." Langsam kam Isolde aus dem Wasser heraus. "Aber wenn das Wetter besser wird, gehst du dann wirklich mit mir schwimmen?" Einen Schritt vor den anderen Setzend versuchte die Lady den spitzen Steinen zu entkommen und wollte sich auf das weiche Gras in der Nähe des Ufers setzen.
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Tristan
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PostSubject: Re: Der Waldsee   05.02.07 12:45

Ob der Äußerung seiner Begleiterin musste Tristan nun doch lächeln. Er hatte nicht gewusst ob sie seine Nähe ebenso genoß wie er die ihre, doch mittlerweile war ihm klar geworden, dass sie sich in seiner Gegenwart zumindest sicher fühlen musste, sonst hätte sie es nicht gewagt die förmliche Anrede fallen zu lassen. Zögernd blieb er nun stehen, um ihr mit der freien Hand eine verirrte Haarsträhne aus dem Gesicht zu streichen und ihr eine halbe Ewigkeit in die Augen zu sehen, Wie schön sie doch war. Was für ein Glück hatte er nur, seine Zeit mit einer so wundervollen Frau verbringen zu können?

Um Isolde nicht zu bedrängen wandte er sich schließlich wieder von ihr ab, schenkte ihr aber dennoch ein Lächeln. Auf ihre Worte hin nickte er erfreut "Natürlich. Wenn es warm genug ist." Ihre vorhergehende Aussage traute er sich nicht zu beantworten. Noch nicht. Wie gerne hätte er gesagt, dass er am liebsten jede freie Minute an ihrer Seite verbringen wollte, doch... Tristan wusste, dass er nichts falsches machen durfte.
Isolde abermals ein Lächeln schenkend folgte er ihr und ließ sich schließlich neben ihr ins Gras fallen. Ob die Gefühle, die er für sie empfand, eine Chance hatten zu Überstehen? Ob sie ebenso fühlte? Er wusste es nicht und würde sich ebenso wenig trauen sie zu fragen. Stattdessen sah er sie einfach nur an.
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Isolde

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PostSubject: Re: Der Waldsee   05.02.07 13:00

Es war einfach ein wunderbares Gefühl, so sorglos mit Tristan umgehen zu können. Mittlerweile saßen die beiden nebeneinander im Gras und Isoldes Blick war weich auf ihren begleiter gerichtet. Es sollte nicht so wirken, als ob sie ihn anstarren würde. Eben hatte er ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht gestrichen und die Spuhr, die seine Finger dabei auf Isoldes Gesicht zog, kribbelte noch immer angenehm. Der tiefe Blick, den sie dabei austauschten, hätte die junge Frau am liebsten nie enden lassen, doch leider unterbrach ihr Gegenüber den Kontakt.

Die Äußerung, er würde mit ihr schwimmen gehen, wenn es warm genug wäre, lies Isoldes Herz noch einmal höher hüpfen und sie strahlte nun offensichtlich über das ganze Gesicht. War es möglich, dass sie in dem sonst so abweisenden Einzelgänger doch einen warmen Menschen hervorholte? Oder täuschte sie sich, es konnte auch sein, dass er nur aus Höflichkeit so zu ihr sprach. Isolde beschloss der Sacje auf den Grund zu gehen und legte ihre Finger sanft auf die Wange Tristans um seinen Kopf in ihre Richtung zu drehen. "Als du mir in die Augen gesehen hattest, hat mir das besser gefallen." lächelte sie ihm entgegen und lies ihre Hand langsam wieder sinken, nicht ohne sich für einen Moment in den dunklen Augen zu verlieren. "Immerhin sehe ich dich gere an." So, jetzt würde sich herausstellen, ob sie die Kurve zurück zu einer freundschaftlichen Basis finden musste. Ihre Hand hatte sie nicht zurück zu sich gezogen sondern sie auf dem Bauch Tristans platziert. Auch wenn sie wusste, dass es nicht einfach werden würde, ihr Vatter würde Isolde umbringen, wenn er erführe, dass sie sich seinen Plänen ihre Heirat betreffend widersetzte.
Dennoch wäre sie bereit es zu versuchen, auch wenn es zuerst alles heimlich gehalten werden müsste. Sie war sich sicher, dass Tristan der Mann war, dem sie sich verschrieben fühlte.
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Tristan
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PostSubject: Re: Der Waldsee   05.02.07 13:17

Tristan empfand dieses Gefühl ebenso tief wie Isolde. Er hätte ihr stundenlang in die Augen sehen können, hätte sein ganzes Leben mit ihr an diesem See verbringen wollen. Als er ihre Finger auf seiner Wange gewahrte wirkte er einen Augenblick verwirrt und vollkommen überrascht. Der Ritter war sich noch immer nicht sicher ob Isolde sich bedrängt fühlte, wollte eher zurückhaltend bleiben, anstatt sie zum Schluss hinaus noch zu verschrecken. Als sie geendet hatte lächelte er. Konnte er sich endlich sicher sein, dass sie ebenso empfand wie er? Zumindest klangen ihre Worte wie ein ehrliches Kompliment. Er lächelte. Ihre Hand auf seinem Bauch fühlte sich gut an. Es kam ihm alles so richtig vor.
Nun hob auch er eine Hand, streichtelte seiner Begleiterin kurz über die Wange und lächelte abermals. Da war ein irrsinniges Verlangen in seinem Inneren - ein Verlangen danach, sie glücklich zu machen. Ihm Augenblick hatte er keinen größeren Wunsch als sie ein weiteres Mal lächeln zu sehen... Und das, wo er doch immer der launische Einzelgänger gewesen war...
"Du...", er wollte etwas sagen, brach dann aber ab. War es schon an der Zeit ihr seine Gefühle mitzuteilen? Oder sollte er noch warten? Er wusste es nicht, war sich nicht sicher.
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Isolde

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PostSubject: Re: Der Waldsee   05.02.07 13:27

Er sagte nichts. Isolde war unsicher und nervös, spielte mit ihren Fingern mit dem Stoff von Tristans Hemd. Sie lächelte ihn an, hatte augenblicklich ihre Besinnung wiedergefunden und sah ihn aufrichtig an. Ein Gefühl der Wärme durchzog sie und in diesem Moment hätte Isolde gerne die Zeit angehalten. Nichts was sie in diesem Moemtn gerne täte entspräch der Vernunft, absolut nichts. Doch wozu sich diesen wunderbaren Tag schlecht zu machen, indem man sich mit Gedanken quälte, die sich am Ende vielleicht doch in Luft auflösten.

Als Tristan seine Hand hob und ihr über die Wange streichelte, reagierte Isolde schnell und hob ihre ebenfalls, um ihm ja nicht die Möglichkeit zu geben, seine Finger wieder von ihr zu lösen. Isolde schmiegte sich beinahe an ihren Gegenüber und vergas wirklich alle Vorsicht und Vernunft, lies sich im wahrsten Sinne des Wortes einfach fallen, denn sie fühlte sich gefangen. Vielleicht, so dachte sie, muss man bei einem Krieger ebenfaslls offensiv sein.
Dann erhob Tristan seine schöne, tiefe und unglaublich beruhigende Stimme. Doch er brach nach dem ersten Wort ab. "Ich?" fragte Isolde erwartungsvollen Blickes i seine Richtung. "Ich... Ich weiß nicht, wie ich dass sagen soll, aber ich hoffe, du bist nicht verärgert, wenn ich dir sage, wie wohl ich mich in deiner Nähe fühle." Es war raus, ganz egal was passieren würde, Isolde bereute es nicht.
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Tristan
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PostSubject: Re: Der Waldsee   05.02.07 14:07

Isolde hatte das ausgesprochen was Tristan nicht über die Lippen brachte. Er lächelte auf ihre Worte hin und strich ihr abermals sacht über die Wange, bevor er sie etwas näher an sich heran zog. Hoffentlich würde ihr die Situation nicht kompromitierend vorkommen. Tristan war in Bezug auf Isolde vorsichtiger als er es je für Möglich gehalten hätte.
Schließlich schüttelte der Ritter den Kopf und ergriff ebenfalls das Wort.
"Ganz und gar nicht...", er zögerte einen Augenblick bevor er weitersprach: "Ich fühle mich in deiner Nähe ebenso wohl." So, jetzt hatte auch er es gesagt, zwar etwas unsicherer als Isolde, aber das mochte daran liegen dass er nie zuvor in einer solchen Lage gewesen war. Er betrachtete seine Gegenüber stillschweigend, spielte mit einer ihrer Haarsträhnen und lächelte dann wieder.
"Sogar sehr wohl.", flüsterte er kaum hörbar und streifte mit seinen Lippen kurz ihre Stirn.
Sie hätten schon längst wieder losreiten sollen um die Audienz nicht zu verpassen, doch das kümmerte Tristan im Augenblick nicht. Für ihn gab es momentan nur Isolde und sich, kein Camelot und keinen König Artus, keine Verpflichtungen und keine Regeln.
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PostSubject: Re: Der Waldsee   05.02.07 15:38

Tristans strake Hände schlossen sich um Isolde, ehe er sie sanft in seine Richtung zog. Dies fasste die junge Frau regelrecht als Einladung auf, sich an die Brust ihres Begleiters zu schmiegen. Jede einzelne Berührung seinerseits brachte Isoldes Herz innerlich zum schneller tragen und das wohlige Kribbeln im Bauch, von dem sie schon so viel gehört, es aber noch nie wirklich verspührt hatte, wollte kein Ende nehmen. Als er ihr dann noch sagte, er fühle sich ebenso wohl in ihrer Nähe, schloss Isolde die Augen und lies den Moment für sich einfach nicht enden.

Der sich ändernde Stand der Sonne machte Isolde leicht Sorgen, doch wie es ihre Art war, schob sie diese bei Seite. Hier gehörte sie hin, so wie es war. Nicht aufgedonnert auf eine Audienz, weil sich das so gehört, sondern in die Arme von Tristan, weil es sich gut anfühlte.
"Ich habe immer gedacht, an dich käme man nur heran, wenn man ein Schwert trägt und auf dem Schlachtfeld stünde." Isolde hatte ihre verspielte Art wieder erlangt, denn sie hatte das Gefühl, sich hier nicht verstellen zu müssen.
Tristan hauchte ihr einen flüchtigen Kuss auf die Stirn und brachte Isolde somit dazu sich aufzurichten. Lange sah sie ihm in die Augen. "Ich glaube, ich habe mich getäuscht." griff sie ihre vorangegangenen Worte lächelnd auf und näherte sich Tristan, ihm immer in die Augen sehend. Sie war sich sicher, dass sie nicht zu schnell handelte, sie war sich sicher, dass ihre lange Freundschaft nur auf diesen Augenblick hin ausgreichtet war. Und doch stach es Isolde. Sie wusste, dass ihr Vater andere Pläne mit ihr hatte und sie wusste nicht, wie sie sich ihm widersetzen sollte, doch sie wusste ebenfalls, dass sie es tun würde, ganz egal welche Konsequenzen sie erwarten würden. Leicht strich sie mit der Hand, mit der sie sich nicht auf den Waldboden aufstützte, über Tristans Wange, während sie kurz vor seinen Lippen Halt gemacht hatte.
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PostSubject: Re: Der Waldsee   05.02.07 15:48

Der Ritter genoß diese Momente der Zärtlichkeit mit seiner hübschen Begleiterin. Ganz anders als seine Waffenbrüder hatte er sich zuvor nie viel aus Frauen gemacht. Er brauchte die Bestätigungen, die sich zum Beispiel Lancelot und Gawain bei Mägden und Kellnerinnen holten nicht. Für Tristan hatte bis zum heutigen Tage nur der Kampf gezählt. Das Töten war seine Geliebte gewesen und er hatte nie daran gedacht, dass sich das einmal ändern würde - bis er Isolde getroffen hatte. Bei ihr fühlte er anders. Vom ersten Augenblick an war ihm klar gewesen, dass da mehr war als reine Freundschaft, doch er hatte - um sie nicht in Verlegenheit zu bringen - den Mund gehalten.

Als sie sich jetzt an ihn lehnte und ihm schließlich immer näher kam wurde er nervös. Nicht weil er Angst davor hatte was geschehen könnte, sondern weil er nichts falsch machen wollte. Schließlich war es eine Ewigkeit her, dass er mit einrr Frau so... vertraut gewesen war. Auf ihre Worte hin lächelte er aber schon wieder. Diese Meinung hatten die meisten Menschen von ihm und er hatte auch nie daran gedacht das zu ändern. Er strich Isolde sanft übers Haar und legte seine freie Hand unter ihr Kinn. Es war nur ein kurzer Moment, in dem er ihr tief in die Augen sah, um zu erkennen ob sie sich noch immer wohl fühlte, ob er nicht begann sie zu bedrängen.
Als er sah, dass er keinen Grund für Befürchtungen hatte, näherte auch er sich ihr noch ein Stückchen. Die Entfernung zwischen ihren Gesichtern betrug nun nur noch Millimeter und letztendlich war er es, der mit seinen Lippen sanft die ihren sreichelte, immer noch darauf bedacht ihr Geborgenheit und Schutz zu spenden.
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PostSubject: Re: Der Waldsee   05.02.07 16:03

Wieder verging Zeit, ohne dass beide auch nur einen Ton sagten. Das war auch nicht nötig, denn in diesem Augenblick verstanden sie sich ohne Worte, es war kein Bedarf an Konversation vorhanden. Isolde spührte, wie ihre Hände nicht mehr vor Nervosität zitterten, sondern ganz ruhig waren, ebenso wie sie. Nichts in der Welt könnte geschehen, was sie in diesem Moment von ihrer Ruhe abbringen könnte. Sie schraubte ihre ganze Kindliche Art zurück um dem gestandenen mann ein angemessenes Bild von sich zu vermitteln.

Alles, was Isolde in letzter Zeit bedrückte fiel nun schlagartig von ihr ab, da ihr bewusst wurde, dass alles mit Tristan zu tun gehabt hatte. Ihr schlechte Laune, wenn er nicht da war, ihre Appetitlosigkeit, ihre vielen schlaflosen Nächte. All dies hörte nun spontan auf.
Isoldes Lippen wurden von einem flüchtigen Lächeln gekräuselt, als ihr Gegenüber ihr Kinn hob um ihr in die Augen zu sehen. Die junge Frau fragte sich, was er in ihrem Blick suchte, doch was immer es war, sie war sich sicher, Tristan würde es finden. Immerhin hatte sie nichts zu verbergen.
Schließlich schien Tristan gefunden zu haben, wonach er suchte und lies die Nähe, die Isolde bei ihm suchte zu. Seine Lippen berührten die ihren, was dazu führte, dass Isolde eine Gänsehaut am ganzen Körper bekam. Sie legte ihre Arme sanft um Tristan, in der Hoffnung, dass dies alles nicjt allzuschnell vorbei war.
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PostSubject: Re: Der Waldsee   05.02.07 16:41

Ehe Tristan die Augen schloss betrachtete er Isolde ein letztes Mal. Ihre Schönheit und Anmut hatte ihn schon vor Wochen verzaubert, aber er hatte nie geglaubt ihr eines Tages wirklich so nahe sein zu können. Als sie ihre Arme um ihn legte streichelte er ihr sacht über den Rücken und vergaß die Welt um sich herum. Hatte er vorhin schon mit den anstehenden Verpflichtungen auf Camelot abgeschlossen, so kümmerte es ihn jetzt nicht einmal mehr ob sie überhaupt zur Burg zurückkehren würden. Einen stillen Moment dachte Tristan an Flucht, schob diesen Gedanken aber gleich wieder bei Seite um die sachte Berührung ihrer beider Lippen nun zu einem zärtlichen Kuss zu vollenden.
Er strich Isolde sanft über den Hinterkopf und zog sie noch ein wenig näher an sich, sodass sie nun wirklich in seinen Armen lag.
Mittlerweile war sich Tristan sicher richtig zu handeln.
Hätte er etwas falsch gemacht, hätte Isolde ihm schon längst Einhalt geboten.

Die beiden lösten ihre Lippen erst nach einer halben Ewigkeit voneinander und selbst da tat es Tristan noch ungern, doch ihm brannte etwas auf der Zunge. Er musste aussprechen was er fühlte, auch wenn das sonst so gar nicht seine Art war.
"Isolde...", begann er wieder, unschlüssig wie er fortfahren sollte. Er wartete einen Moment, fasste sich aber dann doch ein Herz:
"Ich... ich möchte, dass du bei mir bleibst.", das drückte zwar nur grob die Hälfte davon aus was er sagen wollte, aber mehr brachte er im Augenblick nicht über die Lippen, hatte er doch noch nie auf diese Art und Weise mit einer Fau gesprochen.
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PostSubject: Re: Der Waldsee   05.02.07 17:00

Nicht wissend, wie sie sich verhalten sollte, wenn der Kuss vorrüber wäre, lehnte sich isolde vollständig an Tristan. Nie wieder würde sie ihn loslassen, geschweige denn ihn gehen lassen. Doch ganz konnte sie sich nicht fallen lassen, denn in ihren gedanken spukte noch ein weiterer Gedanke herum. Was wäre, wenn sie wieder zurück hinter den Mauern Camelots wären? Würde alles wieder beim Alten sein? Würde Tristan seinen Weg gehen und Isolde müsste sich den Wünschen ihres Vaters beugen? Fragen, die ihr durch den Kopf gingen, die sie jedoch nicht beachten wollte, es aber trotzdem nicht konnte.
Langsam lösten sich ihre Lippen, doch Ioslde konnte es nicht lassen, noch einen frechen Kuss auf Tristans Lippen hinterherzuhauchen.

Langsam lies Isolde sich zurückfallen und lag nun in Tristans Armen, während die Sonne immer weiter sank und das nahende Ende dieses schönen Treffens ankündigte.
Tristan ergriff nach dieser langen Zeit des Schweigens wieder das Wort. Ich möchte, dass du bei mir bleibst klang es in Isoldes Ohren und wischte alle ihre Bedenken beiseite.
"Ich bleibe bei dir, solange du willst, bis ans Ende aller Zeiten." sie streckte die Hände gen Sonne. "Am liebsten würde ich sie packen und festhalten, auf dass wir immer hier soitzen bleiben könnten." Isolde bewegte den Kopf leicht und sah zu Tristan hoch, lächelte ihn breit an.
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PostSubject: Re: Der Waldsee   05.02.07 17:14

Tristan lächelte ob Isoldes Äußerung. Ihm ging es da nicht anders, wenn er die Macht gehabt hätte die Zeit anzuhalten, hätte er es getan. Doch er war weder ein Magier noch hatte er sonst irgendwelche Fähigkeiten, die ihm das erlaubt hätten. Stattdessen fuhr er Isolde sanft durchs Haar, spielte mit einer ihrer blonden Strähnen und versank für einen Augenblick in Gedanken. Er selbst wusste eben so wenig, wie sie das Leben miteinander auf Camelot handhaben sollten. Schließlich handelte es sich bei ihm nicht mehr um einen einfachen Sarmaten. Er war Mitglieder der legendären Tafelrunde und musste somit einige Regeln und Gesetze beachten. Ebenso erschien es ihm schwierig Isoldes Vater zufrieden zu stellen. Dieser wünschte sich gewiss einen adeligen Gefährten für seine Tochter. Dennoch würde er Isolde nicht gehen lassen, er würde an ihr festhalten und dafür kämpfen, für immer an ihrer Seite verweilen zu dürfen. Auch sein Blick wanderte nun gen Himmel. Bald würde es Abend werden, die Audienz würde beginnen. Bestimmt hatten sich schon viele Menschen auf Camelot eingefunden um den künftigen König und seine Gemahlin zu sehen - doch Tristan verspürte keinerlei Interesse dieser Zusammenkunft beizuwohnen. Dennoch stellte sich ihm die Frage, ob er Artus und die anderen Ritter wirklich sich selbst überlassen konnte. Andererseits wollte er Isolde nicht loslassen. Nie mehr. Er küsste sie ein weiteres Mal sanft, wollte er sie jetzt wirklich schon mit den Sorgen der Zukunft belasten? Nein. Es würde sich bestimmt ein Weg für sie beide finden lassen.

Der Ritter setzte sich leicht auf, seine Begleiterin noch immer in den Armen haltend.
"Ich möchte dir etwas versprechen...", begann er abermals, viel sanfter und leiser sprechend als je zuvor "Ich möchte, dass du weißt, dass ich dich nicht dir selbst überlassen werde und ebensowenig nachgeben werde, sollte jemals jemand versuchen unser Glück zu zerstören." Er würde ab heute eine andere Schlacht schlagen - die Schlacht um die Liebe seines Lebens, denn das war Isolde zweifellos. Das hatte er schon immer gewusst, sich aber nie eingestanden.
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Isolde

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PostSubject: Re: Der Waldsee   05.02.07 22:54

"Glaubst du..." Isolde war sich nicht sicher, wie sie das ausdrücken sollte, was sie in diesem Augenblick dachte. "Glaubst du die anderen werden es... Ich weiß nicht, gut heißen?" Sie machte sich im Moment wirklich Gedanken. Der Abend rückte unaufhaltsam näher und sie wusste nicht, ob sie ihre Finger, geschweige denn den Blick von dem Mann an ihrer Seite abwenden konnte, da sie es ja nicht einmal wollte.
Konnte Tristan bei der Audienz fehlen, Isolde konnte es nicht. Ihr Vater achtete stark darauf, dass sie zu solchen Anlässen pünktlich erschien und angemessen aussah. Im Augenblick tat sie beides nicht, wenn sie überhaupt pünktlich kommen würde, bräuchte sie mindestens eine halbe Stunde um sich in ihre langen Roben zu hüllen. Seufzend sah sie zu Tristan hoch. Isolde war hin und her gerissen, zwischen den Verlockungen, zu bleiben und sich gehen zu lassen oder der Pflicht nach Hause zu reiten und gut auszusehen. Sie schmiegte sich noch einen Moment bei Tristan an, ehe sie leise seufzte.

Das Versprechen, welches Tristan ihr gab, beruhigte die junge Lady ungemein. Isolde nickte und hob ebenfalls ihre Stimme.
"Dann verspreche ich dir, mich allem zu widersetzen, was uns in irgendeiner Weise trennen könnte. Ich gehöre für immer dir....Versprochen!" Sie gab ihm erneut einen zärtlichen und langen Kuss, ehe sie sich wehmütig erhob.
"Ich glaube, es ist an der Zeit zurückzureiten, sei mir bitte nicht böse, aber ich will meinen Vater nicht verärgern." Man konnte in ihrem Blick lesen, wie sehr es ihr widerstrebte diesen Ort zu verlassen, doch es ging nicht anders. Auffordernd hielt sie Tristan ihre Hand entgegen, denn sie wollte auf gar keinen Fall allein zurück nach Camelot reiten. Schnell trenste Isolde Arandur wieder auf und setzte gemeinsam mit Tristan ihren Weg zum Schloss zurück.

TBC: Camelot -> Trohnsaal
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Der Waldsee
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