~ Legends of Britannia ~

... frühmittelalterliches Rollenspiel zur Legende um König Arthur
 
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 Der Thronsaal

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Lucius Artorius Castus

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PostSubject: Re: Der Thronsaal   05.02.07 19:19

Seine Rückkehr zur Burg war nicht gerade sehr erfreulich gewesen sofort wurde er von einigen seiner Berater und Leibwächter abgefangen die ihn sofort zu Recht wiesen. Was er sich dabei überhaupt erlauben konnte alleine durch die Stadt zu ziehen ohne Leibwächter und ohne einen Hinweis auf sein verbleiben zu hinterlassen. In gewisser Weise hatten sie bestimmt auch recht dennoch wollte er sich das auch nicht eingestehen immerhin hatte er den sächsischen Feldherren alleine niedergestreckt und sicher genug Erfahrung in seinem Leben als Soldat gesammelt um sich selbst gut verteidigen zu können. Dennoch haftete ihm ein kleines Wort in der Anrede an was ihn wie ein hilfloses Kind in den Augen aller anderen erscheinen lies, und dieses Wort war König oder Thronfolger.

Dennoch konnte Artus schließlich dieses lästige Gefolge in den schier unendlich wirkenden Gängen der Burg auf eine falsche Fährte locken, im Moment waren ihm die neuerlichen Probleme egal er wollte die kommende Audienz so schnell es ging hinter sich bringen immerhin gab es im Moment größere Probleme um die er sich kümmern musste als einige adelige Gäste und Menschen aus den restlichen Ständen des Landes. Ihm plagte im Moment viel eher das Problem mit den Unabhängigen Britannier wie sie sich schließlich bezeichneten. Und dieses geteilte Reich war deshalb anfällig auf Einwirkungen von außen und das konnte er in der derzeitigen Lage nicht gerade dulden.

Artus näherte sich den Thronsaal im Prinzip war es ein wie Guinevere es bezeichnen würde goldener Käfig. Hier hielt man ihm Vorträge oder trug ihm bitten vor wobei es sich eigentlich bei fielen Problemen um Kleinigkeiten handelte die er einfach nicht verstehen konnte.
Er näherte sich der schweren Eichentür des Saales und eine der Wache öffnete ihm die Tür während er langsam eintrat. Im Moment war der Saal noch leer dennoch würde sich das bestimmt in den nächsten Stunden bestimmt ändern.

Mit einem leisen Seufzen lies sich Artus auf seinem Thron nieder und sein Blick schien ins leere abzuschweifen. Er schien wieder einmal nachdenklicher als sonst, und wie so oft erschien er bestimmt nicht wie ein König kein Gold zierte seine Kleidung, keine feinen Stoffe fanden sich auf der Haut wieder. Dafür aber Metall, das Metall von Rüstungen und an seinen Gurt pendelte leicht das Schwert seines Vaters Excalibur in einen Halfter aus Leder hin und her.
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Guinevere
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PostSubject: Re: Der Thronsaal   05.02.07 23:46

Als Guinevere und Lucius den Thronsaal deutete die zuständige Wache eine tiefe Verbeugung an und öffnete ihnen die Tür. Die junge Frau schenkte Lucius ein Lächeln und trat kurz darauf ein. Der Saal war für die Audienz reichlich geschmückt worden. Neben dem Thron des Königs und dem der Königin befand sich Platz für eine weitere Wache. In der Mitte des Raumes befanden sich zwei Stühle für eventuelle Bittsteller, dahinter eine Reihe von Bänken. Guinevere bedeutete Lucius allerdings nicht dort Platz zu nehmen, sondern führte ihn sogleich zu Arthur, der über die Anwesenheit des Unbekannten wohl sehr überrascht sein dürfte.
Guinevere begrüßte ihren Gemahl mit einem sachten Kuss, drückte kurz seine Hand und wies dann auf Lucius.
"Mein Liebster, das ist Lucius, er betreibt das Schmiedhandwerk fabelhaft und hat sich bereit erklärt mir ein Schwert anzufertigen. Ich bin der Meinung es könnte nur eine Berreicherung für uns sein, ihn unter den königlichen Dienst zu stellen.", sie schenkte Lucius ein anerkennendes Lächeln, wartete allerdings nicht auf Arthurs Antwort, wollte sie ihm doch noch dringend von der anmaßenden Fremden erzählen, die ihr im Burghof begegnet war. Sie sprach nicht im Flüsterton, da außer ihnen sowieso noch niemand im Raum war.
"Zudem wollte ich dir noch mitteilen, dass er mich vortrefflich verteidigt hat. Im Burghof hält sich eine römische Adelige auf, deren Kutscher mich als Magd betitelt hat. Sie sprach mit mir nicht besser und hielt es nicht einmal für nötig, sich mir vorzustellen." Sie sah Arthur einen stillen Moment an, um ihm zu bedeuten dass sie nicht übertrieb. Er wusste wie sehr sie solche Frauen hasste und sie hoffte, dass er enstprechend handeln würde. Schließlich würde sie es ebensowenig zulassen, wenn ein piktischer Stammesangehöriger ihren künftigen Gemahl so beleidigen würde.

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Tristan
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PostSubject: Re: Der Thronsaal   06.02.07 0:03

Tristan und Isolde hatten Camelot im Galopp erreicht. Noch immer spukte der letzte Satz seiner Liebsten im Kopf des Ritters herum. Ihr Versprechen hatte ihm Zuversicht gegeben, aber ob sie es halten konnte? Schließlich war sie nicht so frei wie er selbst, unterstand in gewissem Maße noch immer ihrem Vater.
Während sie die Pferde absattelten und Tristan seine Liebste für einen Augenblick mit einem Kuss verabschiedete verlor er sich in seine Gedankengänge. Er machte sich auf den Weg zum Thronsaal, ignorierte die Menschen, die ihm begegneten und wartete dann vor der Tür auf Isolde. Als sie erschien schenkte er ihr ein Lächeln und küsste sie kurz auf die Stirn. Mehr durfte er sich im Augenblick nicht erlauben, das wusste er.
Dann betraten sie gemeinsam den Thronsaal, in dem sich momentan nur Artus selbst, dessen künftige Gemahlin und ein unbekannter Mann aufhielten. Um die Unterhaltung der Drei nicht unnütz zu stören grüßte Tristan nur wortlos und ließ sich dann - nachdem Isolde sich gesetzt hatte - auf einer der Bänke in der hinteren Reihe nieder. Als Ritter war seine Anwesenheit zwar erwünscht, mehr aber auch nicht. Und das respektierte er. Würde es Probleme geben, konnte er auch einschreiten wenn er sich im hinteren Teil des Zimmers aufhielt. Er schenkte Isolde ein weiteres Mal ein Lächeln und griff unbewusst nach ihrer Hand. Er wollte sie festhalten. Einfach nur festhalten. Und nie wieder loslassen.
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Lucius Bellator Magnus

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PostSubject: Re: Der Thronsaal   06.02.07 0:19

Trotz seiner durch die eben, stattgefundenen Begegnung, gedrückten Stimmung behielt er alle Etikette ein, die es zu beachten gab. Wieder mimte er den Untertan und versteckte seine Gefühle hinter eine Maske die er nur zu oft trug. Als er vor dem König stand erkannte Lucius sofort, dass es sich bei Artus um einen Römer handelte. Er verbeugte sich tief, so wie es sich für ihn, einen einfachen Handwerker gehörte, dann sprach er langsam und sicher zu dem Mann der bald König dieses Landes werden sollte.

„Geschätzter König. Mein Name ist Lucius Bellator Magnus. Ehemaliger Feldherr der Römischen Legionen in Germanien, Streiter in der Schlacht von Badon Hill, Schmied in der Stadt zur Camelot.“

Als er geendet hatte trat er einen Schritt zurück. Und richtete sich wieder auf. Er vermied es Augenkontakt mit dem König zu haben, da es sich für seinen Stand nicht gehörte. Wieder musste er spielen wie er es schon früher bei Guinevere getan hatte.

„Ich erweise euch meine Ehrerbietung mein König. Und zu den Ausführungen eurer Gemahlin möchte ich sagen, dass sie mich in einem zu guten Licht darstellt, jedoch ihre Anschuldigungen zu dieser Person, durchaus zutreffend sind. Auch wenn ich es mir nicht anmaßen kann, als Schmied eine Adelige so darzustellen.“
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Bors

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PostSubject: Re: Der Thronsaal   06.02.07 0:22

Bors hatte die letzten Tage genossen. Er hatte endlich wieder Zeit gefunden, seine Söhne im Schwertkampf zu unterrichten. Man hätte meinen können, seit er ein Ritter der Tafelrunde war und nicht mehr dem römischen Imperium unterstand, hätte er mehr Zeit für seine Liebsten gehabt. Leider war dies ein Trugschluss.

Die ach so wichtigen Herrschaften zu Hofe waren in Panik ausgebrochen, als Artus plötzlich nicht mehr da war. Bors hatte sie deshalb nur belächelt. Was sollte schon großartig passieren? hatte er sich gefragt. Artus war einer der größten Krieger aller Zeiten und so schlau wie ein Fuchs. Wer hätte ihn besiegen können?

Als Bors die Kunde von Artus Rückkehr erreichte, war er dennoch heilfroh, seinen Freund wiederzusehen. Er hatte die Trainingsstunden mit seinen Söhnen umgehend beendet, hatte sich kurz den Schmutz aus dem Gesicht gewaschen und sich gleich darauf auf den den Weg zum Thronsaal gemacht.

Leise trat Bors ein. Artus sprach mit Guinevere und einem ihm unbekannten jungen Mann. Er sah aus wie ein Römer. Bors blickte sich um und konnte Tristan und Isolde ausmachen, die schweigend auf einer Bank am Ende des Thronsaals saßen.
Bemüht möglichst leise zu sein schlenderte er zu den beiden Sitzenden. Er legte Tristan die Hand auf die Schulter, nickte Isolde kurz zu und setzte sich wortlos hin.
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Isolde

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PostSubject: Re: Der Thronsaal   06.02.07 0:26

Schweren Herzens hatte Isolde sich nach dem Absatteln des Pferdes für eine viel zu lange Zeit von Tristan trennen müssen. Sie war in ihre Gemächer geeilt, um sich fertig zu machen, damit die letzten Spuren ihres Ausrittes vollkommen verschwanden. Sie wählte ihre Kleidung heute sorgfältiger aus als sonst, irgendwie hatte sie das Bedürfnis Tristan noch mehr zu gefallen, seine Blicke auf sich zu lenken. Sie strich sich noch einmal alle Strähnen zurecht und trat dann hinaus auf die Gänge.

Vor dem schweren Eichentor des Trohnsaales begegneten sich Isolde und Tristan erneut. Sie lächelte ihn fröhlich an, strich mit ihrer Hand über seinen Arm und schloss die Augen, als RTristan ihr einen Kuss auf die Stirn hauchte.
Vielleicht war es ein wenig auffällig, dass die beiden gemeinsam den Saal betraten, doch die Anwesenden schienen in ein Gespräch vertieft zu sein und so hoffte Isolde, sie würden es gar nicht bemerken. "Kennst du den Mann?" fragte Isolde ihren Liebsten, nachdem dieser sich unmittelbar neben sie gesetzt hatte. Tristan ergriff reflexartig Isoldes Hand doch sie zuckte unweigerlich zusammen und sah sich um. Diese Reaktion tat ihr Leid, doch sie hatte Angst, dass ihr Vater hereinplatzen würde. Dennoch drückte sie Tristans Hand unter der bank und dachte nicht einmal daran, ihn loszulassen.

Plötzlich entdeckte sie Bors, doch es war bereits zu spät. Der Ritter legte Tristan die Hand auf die Schulter und nickte ihr zu. Hatte er etwas gesehen oder hatte er sich zu schnell gesetzt? Hoffentlich letzteres.
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Lucius Artorius Castus

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PostSubject: Re: Der Thronsaal   06.02.07 0:33

Artus wurde durch das öffnen der schweren Eichentür aus seinen Gedanken gerissen und versuchte sich zumindest einigermaßen wie ein Herrscher zu benehmen. Dennoch lag es ihm weniger am schauspielerischen können als an seinen Umgang mit Worten. Sein Blick richtete sich nun Richtung Tür um die Bittsteller die ihn vermutlich erwarteten in empfang zu nehmen. Zu seinen momentanen Glück blieb er zu mindest vorerst von seinen Pflichten befreit den seine baldige Ehegattin Guinevere betrat den Saal. Hatte dieser junge Mann sie wirklich zur Burg gebracht aber wo war er bloß? Artus sah nur eine weitere männliche Gestalt neben ihr, alleine durch dessen große schienen bestimmt viele beeindruckt und Artus fragte sich was dieser Mann von ihm wollte.

Doch im selben Moment begrüßte ihn seine Guine mit einem sanften Kuss den er leicht erwiderte und lauschte nun ihren Worten dabei erfuhr er, dass es sich bei ihrem Begleiter um einen gewissen Lucius hielt, und sich der Schmiedekunst gewidmet hatte. Einen Moment lang musterte Artus ihn mit seinen smaragdgrünen Augen schweigend ehe er sich von seinem Thron und trat näher an Lucius heran. „ Euer Name ist also Lucius? Dann begrüße ich euch zuerst als Namensverwandter auf Camelot. Und wenn eure Schmiedearbeiten nur halb so gut sind wie meine Ehegattin darüber spricht glaube ich bestimmt noch einen Platz an meinem Hofe für einen Mann mit euren Fähigkeiten zu haben. Aber erzählt mir etwas über euch ihr wart römischer Feldherr in Germanien und jetzt geht ihr dem Schmiedehandwerk nach was bewegte euch zu diesem Entschluss wenn man fragen darf? Und eine bitte hätte ich an euch spart euch die Etikette etwas Respekt ist schön und gut doch so komme ich mir schon vor wie ein alter Herrscher eines noch älteren Landes.“

Es war weder das Interesse alleine was ihn dazu bewegte sich genauer mit Lucius zu unterhalten sondern er versuchte sich dabei auch ein Bild über seinen Gegenüber zu machen. Erzählen konnten die Leute schließlich viel über andere doch ob es der Wahrheit entsprach war bestimmt etwas, dass man selbst herausfinden sollte. Doch musste sich Artus einen Moment abwenden als Guinevere von einer römischen Adeligen erzählte die meinte sie wäre hier in Rom. Dennoch antwortete er nur etwas beiläufig „ Wenn sie eine Bittstellerin ist soll sie ihr anliegen vortragen doch, es ist immerhin nicht Rom wo wir sind und das werde ich ihr bestimmt bewusst machen.“ Ehe er sich wieder Lucius zuwandte. Aus den Augenwinkeln bemerkte er noch wie Tristan mit einer jungen Dame eintrat knapp gefolgt von Bors, dabei nickte er ihnen leicht zu und konzentrierte sich wieder vollends auf das Gespräch mit Lucius.
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Lucius Bellator Magnus

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PostSubject: Re: Der Thronsaal   06.02.07 0:58

Als der König ihn fragte, wie es zu einem so großen Wandel in seinem Leben kommen konnte nickte Lucius kurz, dann begann er zu erzählen.

„Ich seid Soldat Roms gewesen so wie ich. Ihr habt die Schlachtfelder gesehen. Ihr saht eure Freunde fallen. Ihr habt durchlebt was aus Rom geworden ist. Einst zogen wir für ein Rom in Schlacht, dass es verdient hat, dass sich tapfere Legionäre für es geopfert haben. Doch…was ist aus Rom geworden? Die Ideale für die wir fochten sind nur noch Erinnerung. Heute herrscht in Rom ein Adel, der nur seinen Wohlstand als wichtig betrachtet. Und wir. Wir waren ein Werkzeug dieses Adels. Jahre kämpften wir mit unseren Brüdern Seite an Seite für etwas das es nicht mehr gab. Für etwas das uns vorgegaukelt wurde. Philosophen die sich gegen diesen Wandel aussprachen wurden gemordet. Auch ich stellte mich gegen das neue Rom, doch erfolglos. Als ich hörte, die Legionen würden aus Britannien abziehen beschloss ich hierher zureisen. Ich wollte neu beginnen. Doch als ich dieses Land erreichte geriet ich in die Schlacht von Badon Hill. Erneut kämpfte ich. Doch es war etwas anderes. Ich konnte mir sicher sein, dass ich das richtige tat. Seid langem kämpfte ich wieder für etwas, dass es wert war, sein Leben dafür zu geben.“

Lucius machte eine kleine pause. Er wollte seinem gegenüber die Chance lassen sich durch den kopf gehen zu lassen, was er gesagt hatte. Dann setzte er wieder an.

„Und nun…nun bin ich Schmied in Camelot und versuche mir eine Existenz aufzubauen und zu versuchen mit meiner Vergangenheit abzuschließen. Doch werde ich stets das gedenken meiner Kameraden in ehren halten, denn ich war es der sie in den Tot schickte.“

Er wirkte ernst. Nur wenigen erzählte er von seiner Vergangenheit zum einen weil er sich schämte und zum anderen aus Angst. Angst vor der Erinnerung die unweigerlich in ihm hochkamen. Nie würde er die Bilder der Schlachten vergessen können. Doch wirklich vergessen wollte er nicht. Es galt an ihm seine Freunde in ehre zu halten.
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Guinevere
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PostSubject: Re: Der Thronsaal   06.02.07 10:27

OOC: Postreihenfolge: Arthur, Lucius, Guin, Tristan, Isolde, Bors, Morgaine. Dazustoßende hängen sich hinten an Very Happy

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Das der Schmied bei Guineveres zukünftigem Gemahl Anklang fand freute die junge Frau. Dennoch lauschte sie dem Gespräch zwischen den beiden Männern nicht lange. Die hübsche Piktin versank in ihre eigenen Gedankengängen. Guinevere ging diese hochmütige Römerin nicht aus dem Kopf. Die Erinnerung an das Verhalten der Fremden schaffte es auch jetzt noch sie wütend zu machen.
Auf Artus Worte hin nickte Guin gespielt lächelnd. Egal was er tun würde, sie würde sich gewiss noch persönlich mit dieser Dame auseinandersetzen. Ganz gleich wen sie vor sich hatte. Guinevere verstand es Intrigen zu spinnen und Auseinandersetzungen für sich zu entscheiden.
Als sie Artus und Lucius nun so betrachtete legte sich ihr ein wehmütiges Lächeln auf die Lippen. Es lag nicht daran, das sie Lucius nicht mochte - im Gegenteil - aber wie begeistert ihr künftiger Gemahl doch von römischem Blut war. Sprach er mit einem Römer, dann hörte er ihr und seinen Rittern nur beiläufig oder gar nicht zu, was sowohl Guin als auch seinen Waffenbrüdern einen Stich versetzte. Die künftige Königin strich noch einmal sacht über den Handrücken ihres Gemahls und löste sich dann von ihm, um ein paar Worte mit den übrigen Anwesenden zu wechseln. Schließlich hatte sie in letzter Zeit selten die Möglichkeit dazu.
Guinevere schenkte Tristan und Isolde ein ehrliches Lächeln, wandte sich dann aber an Bors um ihre Zweisamkeit nicht zu stören. Für Guin war schon lange offensichtlich, dass die beiden nicht nur eine Freundschaft anstrebten, aber das musste ja nicht jeder wissen. Sie setzte sich zu Bors und grinste den Ritter unverblümt an "Langweilig?", sie hatte ein relativ gutes Verhältnis zu Artus Waffenbrüdern, wuchs sie doch mit ähnlichen Wertvorstellungen auf wie die Sarmarten. Vor allem Lancelot war ihr ziemlich ähnlich und das mochte auch der Grund für die ständigen Streitereien zwischen Artus künftiger Gemahlin und seinem besten Freund sein.
"Lancelot...", einen Augenblick verspürte Guinevere so etwas Ähnliches wie Sehnsucht nach dem Verletzten und schalt sich selbst dafür. In den letzten Tagen spielten ihre Gefühle einfach verrückt. Dennoch beschloß sie in diesem Augenblick ihrem Lebensretter nach der Audienz noch einen Besuch abzustatten. Zwar würde Lancelot kaum das Bewusstsein erlangen, doch für Guinevere zählte jede Sekunde die er nicht alleine war.
Um ihre wirren Gedanken abzustreifen wandte sie sich jetzt aber wieder an Bors. Zwar schweigend, aber lächelnd.

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Tristan
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PostSubject: Re: Der Thronsaal   06.02.07 11:51

Tristan zeigte kein Interesse an der Unterhaltung zwischen Artus und dem Schmied. Nur Bors schenkte der Ritter einen Moment Aufmerksamkeit, ehe er sich wieder Isolde zuwandte. Er hatte bemerkt dass sie sich nicht allzu wohl fühlte, wenn er in aller Öffentlichkeit ihre Hand hielt, doch Tristan konnte nicht anders. So versuchte er jetzt zumindest diese Bezeugung seiner Zuneigung versteckt zu halten, indem sie beide ihre Hände unter der Bank verschwinden ließen. Als Isolde ihm eine Frage stellte musterte Tristan den Schmied nun doch etwas aufmerksamer, musste dann aber kopfschüttelnd verneinen. Dieser Mann war ihm noch nie begegnet, wenn sich Artus ihm aber vor Audienzbeginn widmete, musste er schon etwas Besonderes sein.
Tristan lächelte abermals und streichelte Isolde über die Hand.
"Wahrscheinlich irgendein Bittsteller.", als Guinevere zu ihnen trat nickte er ihr kurz zu, dachte aber nicht daran sich von ihr in der Zweisamkeit mit Isolde stören zu lassen. Gott sei Dank beabsichtigte Artus Geliebte das auch nicht. Tristan wandte seinen Blick wieder zu Isolde, betrachtete sie einen stillen Moment. Wie unglaublich schön sie doch war. Wieder legte sich ihm ein Lächeln auf die Lippen, während er ihr kaum hörbar ein Kompliment ins Ohr flüsterte.
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Isolde

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PostSubject: Re: Der Thronsaal   06.02.07 16:54

Isolde bemerkte, dass Guinevere in irgendeiner Weise abwesend wirkte. Sie sah von ihrer Freundin zu deren Verlobten und wieder zurück. Guinevere schien etwas zu vermissen und die Sehnsucht, die in ihrem Blick lag, erinnerte Isolde an die ihrer eigenen Blicke Tristan betreffend. Vielleicht würde sie ihre Freundin in einer ruhigen Minute darauf ansprechen, vielleicht würde sie sie aber auch in diesen Tagen nicht mit dererlei Kleinigkeiten belasten.
Langsam strich Isolde mit ihrem Daumen über den Handrücken Tristans um ihm zu bedeuten, wie sehr sie seine Nähe brauchte, aber auch wie dankbar sie ihm war, die Hände erst einmal unter der Bank verschwinden zu lassen. Durch ihr langes Kleid wirkte es in der Tat so, als würden sich beide lediglich aufstützen. Leider konnte ihr Liebster ihr auch keine Antwort auf die gestellte Frage geben und so hob und senkte Isolde auf seine Vermutung hin die Schultern. "Vielleicht..." stimmte sie zu. Da allerdings meldetete sich ihre unbändige Neugierde zu Wort, die Isolde einfach nicht im Zaum halten konnte. Als Guin sich zu ihnen setzte lächelte Isolde ihr zu. "Sag mal, kennst du den mann?" fragte sie ihre Freundin.
Die allerdings hatte sich Bors wieder zugewandt. Isolde überlegte sich, ob es nicht ziemlich albern war, ihre neu erwachten gefühle zu verbergen, doch es ging ja leider nicht um sie.
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Bors

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PostSubject: Re: Der Thronsaal   06.02.07 21:33

"Dafür bin ich hergekommen?", fragte sich Bors. Er gab sich alle Mühe, nicht gelangweilt dreinzublicken.
[i]Artus ist ein wichtiger Mann. Er ist der König. Und als dieser hat er eben auch eine Menge Dinge um die Ohren."
Bors dachte an die letzten Jahre zurück. Wie sie gemeinsam durch die Länderein gezogen waren und allerlei Feinde bekämpft hatten. Damals war alles anders gewesen. Irgendwie einfacher.

Er seufzte und beobachtete seinen König, dessen Gemahlin und diesen Unbekannten. Schließlich blickte Guinevere in seine Richtung und kam auf ihn zu.
Bors bemühte sich nun noch mehr, nicht allzu desintressiert auszusehen.

Guinevere war mittlerweile heran, nickte Tristan und Isolde zu und setzte sich neben Bors. "Langweilig?", war das erste, was sie fragte.
Stumm grinste er sie an und nickte knapp.
Eigentlich wollte er fragen, wer der Unbekannte war, doch Isolde war schneller. "Sag mal, kennst du den Mann?", fragte sie Guinevere.
Bors Interesse war geweckt. Erwartungsvoll blickte er die Königin an.
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Megan

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PostSubject: Re: Der Thronsaal   06.02.07 22:18

Seit sie Camelot erreicht hatten, waren sie von Trubel und Menschen umgeben gewesen. Gäste aus anderen hochangesehenen Familien zogen ebenfalls mit ihrem Gefolge durch die Straßen, einfache Bauern aus der Gegend und Menschen aus weit entfernten Dörfern und Städten waren in die Stadt gekommen. Zur Krönung des neuen Königs.
Auf den Märkten und in den Straßen war kaum ein Durchkommen gewesen, und nach der Stille ihrer Reise erschlug der Lärm die junge Frau beinah. Sie war noch niemals in einer vergleichbar großen Stadt gewesen, und auch wenn Megan nicht zuließ, dass sich ihre Überraschung und ihre Verlorenheit in ihrem Gesicht niederschlugen hatten ihre grünen Augen doch den ganzen Weg zur Festung hin gefunkelt. Ununterbrochen waren sie von einem Punkt zu einem anderen gesprungen, um möglichst viel mitzubekommen. Es war schwer, sich hier zurecht zu finden - vermutlich würde man sie für ein reicheres Bauerntrampel halten: Und allein dieser Gedanke ließ ihre Wut wieder lodern. Doch es dauerte nicht lange, dann legte sich wieder die Müdigkeit auf Megs Schultern und erstickte den Zorn.

Sie war mit ihrem Begleiter, dem Berater ihres Vaters, einer Dienerin und zwei Soldaten zu Pferd in den Festungshof geritten - dort hatten sie die erschöpften Vierbeiner ein paar Stallburschen überlassen. Hier ging es, ein wenig, ruhiger zu als Draußen vor den Toren der Festung.
Megan war keine besonders geübte Reiterin, ließ es sich aber nicht nehmen allein vom Pferderücken zu "klettern". Mit einem sehr, sehr leisen Seufzen strich sie ihre Kleidung zurecht. Die Feierlichkeiten hatten wohl noch nicht begonnen, aber vermutlich würde keine Zeit zum Ausruhen und Umkleiden bleiben - der Berater war nicht eben eine ratsame Begleitung und ungeduldig ohnehin. Megan hingegen hätte nichts dagegen hier stehen zu bleiben und dann irgendwann möglichst langsam...
"Herrin..." Beflissen wie immer rief sich der Berater wieder in ihr Gedächtnis, und obwohl seine Stimme neutral/freundlich blieb, glaubte sie seine blank liegenden Nerven
herauszuhören.
"Ich komme." Mit beiden Händen zupfte Meg ein letztes Mal an ihrem Kleid, ehe sie ihm in die Festung folgte.

Jemand führte sie beide zum Thronsaal - vorbei an allen möglichen Vorbereitungen und umhereilendem Gesinde. In dem weitläufigen Raum ging es verhältnismäßig ruhig zu, abgesehen von ein paar Dienern und Soldaten waren nur wenige Menschen anwesend. Die Audienz, die Artus angekündigt hatte, schien noch nicht begonnen zu haben. Der jemand verbeugte sich in Richtung des Königs und nannte den vollen Namen von Megans Begleiter, ebenso ihren Familiennamen und ihre Herkunft. Obwohl der König das eigentlich wissen musste.
Megan begnügte sich mit einem artigen Knicks (ihre Mutter hatte sie den wieder und wieder Zuhause vorführen lassen), während der Berater ihres Vaters das Reden übernahm. Megs Blick huschte ein wenig zurückhaltend im Raum umher - was der Mann erzählte, war ihr größtenteils bekannt, im Gegensatz zum König, dem Raum und den anderen Anwesenden.
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Lucius Artorius Castus

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PostSubject: Re: Der Thronsaal   06.02.07 22:39

Artus schien bei den Worte von Lucius wieder etwas nachdenklicher geworden zu sein immerhin hatte er mit seiner Ausführung in allen Punkten recht Rom war nicht mehr das was es einmal war oder was er sich davon erhofft hatte. Mit Sicherheit war es aber auch ausschlaggebend gewesen das er hier in diesem Land geblieben ist und nicht mit den restlichen Römern abzog. Und in gewisser Weise konnte Artus, Lucius gut verstehen auch er selbst war langsam der Schlachten und des Blutvergießens überdrüssig er wollte einfach nur seinen wohlverdienten Frieden für sich und sein Land. Aber bis dahin werden ihm bestimmt noch viele Steine im Weg liegen und auch in diesem Moment machten ihm die Fürsten und der Adel zumindest in Teilen Britanniens zu schaffen.

„Ich verstehe euch Lucius und gebe euch auch in vielen Punkten recht, nicht nur ihr sehnt euch nach euren verdienten Frieden auch ich bin des Kämpfens müde und erhoffe mir zumindest einige Zeit lang Ruhe vor den nächsten Sturm. Dennoch holt uns oft die Vergangenheit ein und wer weiß vielleicht sehe ich euch bald an meiner Seite auf dem Schlachtfeld.“ Artus näherte sich Lucius noch etwas und klopfte ihm herzhaft auf die Schulter bevor er weiter sprach. „Aber bestimmt werde ich bis dahin eine Anstellung für euch an meinen Hofe finden immerhin sind gute Handwerker rar gesät.“

Als nächstes trat einer von Artus Diener in den Saal ein und Verlautbarte die Ankunft einer jungen Frau und dessen Berater. Dabei handelte es sich um Megan die Tochter des Bodhran soweit er sich noch erinnern konnte, mit einem leichten senken seines Hauptes und einer kurzen Geste bedeutete er den beiden vorerst Platz zu nehmen. Er würde sich für die beiden wohl etwas mehr Zeit nehmen müssen immerhin hörte er nicht nur gutes aus den umliegenden Provinzen ihres Fürstentums. Doch der genaue Grund ihres Besuches blieb im zumindest im Moment noch verborgen, suchten sie etwa Hilfe bei ihm?
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Guinevere
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PostSubject: Re: Der Thronsaal   06.02.07 22:56

Guinevere machte sich nicht die Mühe den Blick zu heben wenn jemand den Raum betrat. Normalerweise hätte sie sich wohl an der Seite ihres Gemahls aufhalten sollen, aber sie genoß es im Augenblick viel mehr sicht unter die Leute zu mischen. Als sie Bors' Nicken gewahrte schenkte sie dem Ritter ein aufmunterndes Lächeln. Offensichtlich hielt er genauso wenig von solchen Versammlungen wie Guinevere selbst. Aber das hier würde wohl nicht ewig dauern.
Dennoch war Guin sich der Tatsache bewusst, dass sie sich keine Hoffnung auf eine ruhige Nacht mit ihrem künftigen Gemahl zu machen brauchte. Schließlich stand später noch eine kurze Besprechung an und die Hochzeits- und Krönungsfeierlichkeiten mussten auch noch geplant werden. Guinevere seufzte. Im Augenblick bescherte ihnen das königliche Dasein nichts weiter als Ärger und Sorgen. Sie hoffte, dass sich das eines Tages ändern würde.
Auf Isoldes Worte hin lächelte Guinevere abermals. Ja natürlich, viele Menschen in diesem Raum würden sich die Frage stellen, wer der Mann war mit dem der König soeben eine Unterhaltung führte.
"Das ist Lucius, ein vortrefflicher Schmied aus Camelot, dem ich vorhin begegnet bin.", erwiderte die junge Frau, während sie ihren Blick durch das Zimmer schweifen ließ. Bald würden alle vollzählig sein... Plötzlich veränderte sich die Mimik der hübschen Piktin. Einer fehlte... abermals schweiften ihre Gedanken zu Lancelot ab, abermals lag in ihren Augen ein unerklärlicher, trauriger Ausdruck.

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Tristan
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PostSubject: Re: Der Thronsaal   06.02.07 23:11

Für Tristan gab es an diesem Abend nur Isolde. Egal was die anderen sagten oder dachten - es interessierte ihn nicht. Er zeigte auch kein Interesse an dem Unbekannten, den alle so interessant zu finden schienen. Nein, er war glücklich, seelig. Seine Lippen zierte trotz seines Schweigens ein glückliches Lächeln. Der Ritter hätte nie gedacht, dass er seinem Ziel schon so früh so nahe kommen würde und jetzt hatte er all das, was er sich gewünscht hatte - Isolde. Er betrachtete sie von der Seite während sie mit Guinevere sprach. Selbst die Stimme seiner Liebsten tat dem Sarmaten wohl.

Als die Königin schließlich antwortete hob Tristan doch den Blick, sah in die Richtung von Artus und Lucius und runzelte die Stirn. Ein einfacher Schmied? So sah dieser Hünne nicht aus, er erinnerte ihn eher an einen Krieger. Einen starken Krieger. Das er Römer war, sah man ihm auf eine seltsame Art und Weise sofort an, doch Tristan hütete seine Zunge. Er hielt nichts von Vorurteilen und würde dem Fremden bestimmt keine entgegenbringen. Wenn der ein so guter Schmied war wie man sagte, würde er ihn eins Tages auch brauchen. Vielleicht.
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Morgaine

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PostSubject: Re: Der Thronsaal   06.02.07 23:35

Auch für Morgaine war nun die Zeit gekommen. Sie hatte gewartet, bis einige der Gäste bereits vorgetreten und von ihrem König emfpangen wurden. Sie selbst ließ sich nun in den Saal führen. Vom Berater des Königs erhallte ihr Name durch den Thronsaal.

"Lady Morgaine von Cornwall. Tochter der Igraine und Lord Corlois von Cornwall"

Morgaine trat schweigend und mit erhobenem Kopf durch die Menge hervor und auf direktem Wege in langsamen Schritten auf den Thron zu. Ihr Blick war auf Artur gerichtet.
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Bors

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PostSubject: Re: Der Thronsaal   07.02.07 0:46

"Ein Schmied?!" Bors war verblüfft. Es war nicht die Statur des Mannes, die Bors annehmen ließ, er wäre ein Krieger. Es war dessen Ausstrahlung, die Selbstsicherheit in seinen Augen.
Bors notierte in Gedanken, dass er sich mit dem Schmied demnächst unterhalten müsse. Bald wäre es wieder so weit und das 16. Wiegenfest seines ältesten Sohnes würde vor der Tür stehen.
Er hatte ohnehin vorgehabt, dem Jungen ein Schwert zu schenken. Wenn dieser Lucius schon so ein hervorragender Schmied war, wie Guinevere es zumindest behauptete, dann wäre er wohl dazu in der Lage, ein gut ausbalanciertes Schwert zu schmieden.

Inzwischen war eine Frau eingetroffen. Sie war zwar angekündigt worden, doch in der Vorfreude auf die strahlenden Augen seines Sohnes hatte er nicht zugehört wer sie war.

"Lady Morgaine von Cornwall. Tochter der Igraine und Lord Corlois von Cornwall" wurde der nächste Gast angekündigt. Bors sah mit geringschätzigem Blick zum Tor. Lady Morgaine ging schnurstracks auf Artus zu. Alle anderen hatten sich ruhig verhalten, doch die Lady musste aus der Reihe tanzen. "Und wie arrogant sie immer dreinschaut!"
Er konnte sich nicht erinnern, je mit ihr gesprochen zu haben. Dennoch war sie Bors unheimlich. Sie machte auf ihn einen seltsamen Eindruck.
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Megan

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PostSubject: Re: Der Thronsaal   07.02.07 0:51

Während der Berater dem König die Probleme schilderte, die von den angrenzenden, ehemaligen Fürstentümern ausgingen und ihm auch von den Befürchtungen Bodhrans bezüglich der Verräter und ihrer Pläne berichtete, fiel es Megan immer schwerer, eine aufmerksame und sachliche Erscheinung darzustellen - obwohl es bei dem anfangs reichlich einseitigem Gespräch letzten Endes auch um sie selbst ging.
"... wir haben kaum genügend Männer zur Verteidigung der Feste, noch weniger Schwerter können wir dem ansässigen Volk leihen. Wenigstens herrscht mit den Pikten nun Frieden, mein König." Tja, und an dieser Stelle erstarb die Unterhaltung für eine Weile. Der Berater war sich vielleicht bewusst, dass er die Meinung seines Herren bezüglich der Pikten allzu deutlich widergegeben hatte, aber auch er war müde.
Schließlich wandte er sich an Megan, als der König keine Anstalten machte, ihm eine sofortige Antwort zu geben. "Und mein Herr vertraut eurer zukünftigen Gattin und ihren Hofdamen seine Tochter an."
Meg schreckte auf als ihr Name fiel, schaffte es aber das Ganze zu einer Zustimmung durch Neigen des Kopfes umzuformen. "Mein König."

Damit war die Unterhaltung vorläufig wohl beendet. Gerade rechtzeitig blickte die junge Frau sich um, um den Einzug eines weiteren Gastes zu beobachten. Da die Adlige keine Anstalten machte, irgendjemanden zu begrüßen oder sich den Tischen zuzuwenden, und dem König all ihre Aufmerksamkeit schenkte, trat Megan beiseite um sich mit dem Gefolgsmann ihres Vaters zu den anderen Anwesenden zu gesellen. Wenn er denn käme...
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Guinevere
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PostSubject: Re: Der Thronsaal   07.02.07 10:37

Der Ausdruck in Guineveres Augen hatte sich kaum verändert. Niedergeschlagen und voller Sehnsucht saß sie zwischen Bors und Isolde, den Blick starr an die Wand gerichtet. Weshalb schweiften ihre Gedanken immer wieder in diese Richtung ab? Sie konnte es sich nicht erklären. Die künftige Königin Britanniens strich sich eine verirrte Strähne aus dem Gesicht und seufzte leise. Manchmal fragte sie sich, warum gerade sie dieses Schicksal ereilt hatte. Aber nein... Trübsal blasen konnte sie auch ein anderes Mal. Ihren Gesprächspartnern noch ein flüchtiges Lächeln schenkend stand die junge Frau schließlich auf um an der Seite ihres zukünftigen Gatten Platz zu nehmen.
Erst jetzt fiel ihr die junge Frau auf, deren Berater gerade bei Arthur vorgesprochen hatte. Guinevere versuchte dem Mädchen trotz der Worte seines Begleiters ein Lächeln zu schenken. Zwar mochte sie Menschen mit Vorurteilen nicht, hielt es aber für klüger vorerst darüber zu schweigen. Es würde sich schon herausstellen, wie sich die Kleine am Hof machen würde. Jeder hatte eine Chance verdient.
Als die Unterhaltung zwischen Megan, dem Berater ihres Vaters und Artus gerade beendet war, öffnete sich die Tür zum Thronsaal ein weiteres Mal und diesmal war es die römische Adelige, die Guinevere im Burghof begegnet war, die eintrat. Sie wirkte jetzt noch eine Spur hochmütiger und arroganter. Erst im hellen Kerzenlicht erkannte man wirklich, wie teuer ihre Gewänder sein mussten. Anstatt diese Dame aber als schön und prachtvoll gekleidet zu bezeichnen, stufte Guin sie eher als affektiert und unnatürlich ein. Wenn sie solche Kleidung nötig hatte, um aufzufallen...
Als Artus Berater Morgaines Namen ausriefen beunruhigte Guinevere das nicht, wusste sie doch weder den Namen von Artus Mutter, noch den seines Vaters. Dennoch. Statt ihrem künftigen Gemahl nun zu sagen, dass es sich hierbei um dieses giftige Weib handelte, schenkte Guin der Fremden ihr reizendstes Lächeln und schwieg. Egal wer sie war, Guinevere hatte als Artus Gattin und Königin Britanniens die besseren Karten und würde nicht davor zurückschrecken diese auszuspielen.

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Isolde

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PostSubject: Re: Der Thronsaal   07.02.07 18:37

Isolde fühlte sich nicht wohl, sie war eingeengt und dachte, es würde sich alles ewig hinziehen. Ihr Blick haftete auf Guinevere. Am liebsten hätte sie die zukünftige Königin gepackt, sie mit sich hinaus auf den Burghof gezerrt und spätestens da wären die Worte nur so aus ihrem Mund gesprudelt. Eigentlich platzte die junge Frau innerlich vor Glück, immerhin hielt sie gerade, wenn auch im Verborgenen, die Hand Tristans.
Alles in ihr strebte danach, sich bei ihm anzukuscheln, den Kopf einfach auf seine Schulter sinken lassen und nicht darüber nachzudenken, was der Rest sagte und für einen Moment neigte sich ihr Kopf. Dann riss Isolde sich zusammen und flüsterte ihm eine Frage ins Ohr "Wollen wir heute Abend noch einmal ausreiten?" Isolde war es egal, welche Uhrzeit es war, aufs Pferd konnte sie immer.

Guinevers Stimmung hatte sich nicht verbessert, sie saß noch immer Ausdruckslos auf der Bank. Isolde legte ihre freie Hand auf den Arm der Königin. "Alles in Ordnung mit dir?" fragte sie vorsichtig.
Dann drehte sie kurz den Kopf, um zu sehen, wer den Saal betreten hatte. Eine junge Frau, die Isolde noch nicht kannte, aber aussah, als würde sie zum Hoffstaat gehören. Kurz davor war ein anderes edles Frauchen hereingetreten, die ihre Nase in den Himmel streckte. "Bei Odin, wer ist denn dieses aufgetakelte Weib dort?" entfuhr es Isolde, die ja nun alles andere als indirekt war. Leicht schockiert sah sie in die Runde. Egal wer sie war, einfach würde sie es hier wohl nicht haben. Sie sah von Guin zu Bors, und wieder zurück.
Ihr Blick lag letztendlich wieder voll auf Tristan und Isolde schien in Gedanken versunken zu sein, dabei bekam sie alles scharf mit, wollte nur die Nähe zu Tristan suchen.
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Lucius Artorius Castus

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PostSubject: Re: Der Thronsaal   07.02.07 21:17

Ein älterer Mann trat auf Artus zu und begann schließlich sein Anliegen vorzutragen, die Probleme die das Fürstentum seines Herren gerade durchmachen und die schwierige Lage er hatte zwar Verständnis für das eilige Vortragen der bitte doch wies er ihn nach einiger Zeit an zu Schweigen, nicht weil er sich für ihr Anliegen nicht interessierte doch dafür war später Zeit.

„ Ich versichere Euch das ich eurem Herrn und die Bewohner seines Fürstentums unterstütze dennoch bitte ich euch jetzt nicht jede Kleinigkeit bis ins Detail auszuführen nach der Audienz habe ich meine Ritter und Berater zusammengerufen um einen Entschluss zu fassen deshalb wäre ich euch dankbar wenn ihr ebenso daran teilnehmen würdet.“

Artus hoffte das er für diesen Moment genügend Worte gesprochen hatte und sich der Berater mit seiner Antwort zufrieden gab nach der Audienz würden sich bestimmt einige Ungereimtheiten wie der Nebel der so oft über Britannien lag verschwinden. Artus spürte eine zierliche Hand die seine sanft berührte das konnte nur Guinevere sein, und er musste kurz den Blickkontakt mit ihr suchen. Ihm war dabei auch bewusst obwohl sie die zurückhaltende lächelnde Gattin im Moment verkörperte war das nur eine Maskerade die sie dennoch sehr überzeugend spielte. Lady Morgaine von Cornwall. Tochter der Igraine und Lord Corlois von Cornwall hatte er da richtig gehört? War das nur ein Zufall das die Mutter dieser Frau, Ingraine von Cornwall hieß oder war es die selbe Frau die auch ihn gebar? Zuerst schüttelte er kurz den Kopf bestimmt hatte er sich dabei verhört, den immerhin wusste er nicht das Ingraine in ihrer ersten Ehe mit Herzog Gorlois eine Tochter hatte.

Trotzdem erhob Artus schließlich das Wort auch wenn er im Moment nicht wirklich wusste was er sagen sollte und ihm die Worte auch in gewisser Weise schwer fielen die er von sich gab. „ Ihr seid also die Herzogin von Cornwall? Was ist euren Anliegen wenn man fragen darf, immerhin scheint es von besonderer Wichtigkeit zu sein wenn ihr euch zwischen den König und einen anderen Bittsteller drängt.“
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Morgaine

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PostSubject: Re: Der Thronsaal   07.02.07 22:19

Morgaine fühlte sich von Arturs Worten zurückgewiesen. Sie behielt dennoch Ruhe und mit ruhiger, sanfter Stimme richtete sie das Wort an Artur.

"Brittanien ist meine Heimat, ich habe ein ganzes Leben darauf gewartet wieder zurück zu kehren... Die Krönung meines Bruders zum Herscher meines Landes erschien mir ein passender Anlass"

Morgaine lächelte und schloss die Augen um sich elegant vor Artur zu verbeugen. Noch in ihrer Verbeugung lächelte sie zu ihm auf.
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Vanora

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PostSubject: Re: Der Thronsaal   07.02.07 23:01

Der erste Blick, den sie im Verborgenen auf die Anwesenden innerhalb des ausladenden Saales zu werfen vermochte, bewies ihr, dass es, abgesehen von jenen, die sie kannte und mochte, doch eine beträchtliche Zahl an Gästen gab, die ihre Neugier zu lohnen schienen. Unwillkürlich fiel ihr Blick auf eine hoch gewachsene Frau, welche ihr bereits im ersten Anschein schien, als habe sie noch nie etwas gesehen, das sich nicht parallel zum empor gereckten Näschen befand.
Zum anderen erfüllte es sie in gewissem Maße mit Stolz, die Heerschar an Kindern, mit welcher sie den vorangegangenen Tag zugebracht hatte, mit der Verantwortung für die Jüngsten besetzt. Das Gesicht, welches nun einige Nuancen heller war, als zuvor, gewaschen und das dunkle Haar zu einem lockeren Zopf geflochten, musste sie sich eingestehen, dass sie sich erstmals in ihrem Leben fühlte, als besäße sie eine Größe von zwei Fuß mit Hut. Der Tatsache wegen, dass sie ohnehin niemand war, der groß angekündigt zu werden brauchte, betrat sie den Saal und huschte, das Vorgehen im Auge behaltend, beinahe nahtlos an eben jene gelehnt, lautlos an der Wand entlang, um sie einen Platz zu suchen, von welchem aus sie einen gewissen Überblick zu bewahren vermochte.
Gewiss hoffte sie zugleich, ihren Gatten aufzufinden, vermochte dessen Gesicht jedoch auf den ersten Blick nicht aus zu machen.
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Bors

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PostSubject: Re: Der Thronsaal   08.02.07 12:07

Voller Abscheu sah Bors Morgaine und Artus zu. Die Dame hatte sich förmlich zwischen Artus und den Gesandten gedrängt.

Der Ritter verstand nicht, was die beiden besprachen, doch Artus machte ein ziemlich verdutztes Gesicht. Lady Morgaine dagegen schien mit jeder Sekunde die verging an Arroganz zuzulegen.
Nach einiger Zeit verbeugte sie sich tief vor Artus und lächelte ihn dann an. Zumindest sah es so aus, als würde sie ihn anlächeln.
Bors musste an Guinevere denken. Was sie wohl von dem Spektakel hielt?
Er schielte mit seinen Augen zu ihr hinüber, konnte aber nichts besonderes in ihrem Blick erkennen. Außer vielleicht dass sie das selbe wie er von Lady Morgaine zu halten schien.

Er drehte sich leicht Guinevere zu und sah aus dem Augenwinkel, wie eine ihm nur allzuvertraute Person vorbeihuschte. "Vanora!"
Bors räusperte sich. "Entschuldige mich kurz", lächelte er Guinevere an und stand auf.
Der Ritter hätte sich denken können, dass Vanora auftauchte. Ihre Neugier wurde wohl nur von ihrer Schlagfertigkeit übertroffen.
Langsam näherte er sich ihr und ein Lächeln kam ihm aus.

"Ich hätte es mir denken können", flüsterte er seiner Gemahlin zu und küsste sie auf die Stirn, wie er es so oft tat.
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Der Thronsaal
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